Südwestfalen 4.0 – die Studie:

Ist der digitale Wandel noch zu retten?

Wenn es alle besser wissen und dem deutschen Mittelstand unterstellen, er habe den digitalen Wandel verschlafen, dann ist es höchste Zeit, Fakten zu schaffen, die den tatsächlichen Stand der Dinge deutlich machen. Als erste Studie zum digitalen Status quo Südwestfalens zeigt deshalb jetzt die gemeinsame Untersuchung von HEES Bürowelt und PSV erstmals, wo der digitale Hammer unserer Region wirklich hängt. Und unser Mittelstand ist weiter als man denkt. Hier wurde nichts wegignoriert oder verschlafen, sondern durchaus in einigen Bereichen konzentriert angepackt und gemacht. Rund 92 % der befragten Unternehmen messen der Digitalisierung eine sehr hohe Bedeutung für ihre Branche bei. Und für 96 % der Unternehmen macht das Thema eine hohe strategische Relevanz aus.
Für alle, die den Vorurteilen gefolgt sind, ist dies wohl eine Überraschung. Aber die Studie deckt mit ihren Ergebnissen auch auf, wo der Schuh drückt: Ein Großteil der befragten Unternehmen sieht die Sicherheit als größte Herausforderung. Ausschlaggebend dafür sind wohl die unausgereifte Technologie und Rechtslage in puncto Daten- und Prozesssicherheit.

Der Faktor Mensch als Hürde?

Auf Platz zwei der größten Herausforderungen folgt die Mitarbeiterkompetenz. Denn die Region leidet bereits sprübar unter dem Fachkräftemangel und der demografische Wandel sorgt für zusätzliche Unsicherheit. In Unternehmen werden Altersstrukturen zu Problemen: Für die Anforderungen der Digitalisierung lassen sich Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten dieselbe Tätigkeit ausüben, nur schwer begeistern.
Der Faktor Mensch und nicht die Technik wird entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung. Doch hängt erfolgreicher Wandel nicht nur von den Mitarbeitern, sondern auch von der Ausbildung und der Führung ab. Es geht um transparente Prozesse, kollaboratives Arbeiten und eine flexiblere, ortsunabhängige Kommunikation. All das hat die klassische Industrie bisher nicht stark genug im Fokus. Doch gerade Mitarbeiterpotenziale müssen in Hinblick auf den demografischen Wandel besser gefördert werden. Für eine Indistrie-Region wie Südwestfalen, die in ihrer Ausprägung durchaus stellvertretend für den industriellen Mittelstand steht, birgt all dies auch eine große Chance, das Thema Arbeit für die Zukunft voranzubringen. Denn mit der Digitalisierung verändern sich nicht nur die Herausforderungen der Arbeit, sondern vor allem die Anforderungen an den Menschen. Hier die richtigen Lösungen zu finden ist eine Aufgabe, die vor allem auch eines braucht: Orientierung.

Jetzt die Studie herunterladen

Alle Ergebnisse der Studie können Sie hier als Abstract oder als komplette Version kostenlos herunterladen: TRENDMONITOR SÜDWESTFALEN 4.0